Rotwein
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Kleine Weinkunde
Ob nun die Römer oder die
Franken den Weinbau an die Ahr
gebracht haben , sei dahingestellt. Tatsache bleibt die Einzigartigkeit
der
Ahrweine, die diese reizvolle Landschaft zu etwas Besonderem erheben.
Die Ahr ist das
geschlossenste Rotwein-Anbaugebiet
der Bundesrepublik Deutschland. Hier werden ca. 4 Millionen Liter
Weinmost
jährlich geerntet.
Der Spätburgunder
Ist die klasssische Rotweinsorte an der Ahr (Anbaufläche 49,7 %). Er braucht tiefgründige, fruchtbare Böden, ist im Blüteansatz sehr launisch und sehr empfindlich im Blütewetter. Dafür hat er eine hohe Frostwiderstandsfähigkeit. Seine Weine schmecken kräftig und samtig.
Entspricht dem Spätburgunder, doch der Wuchs ist schwächer, die Trauben kleiner, der Ertrag geringer, die Reife früher. Die Weine sind ihm ebenfalls verwandt, jedoch etwas duftiger und weicher.
Ist eine Züchtung zwischen Portugieser und Spätburgunder. Er weist bei gleichem Ertrag höhere Mostgewichte und höhere Mostsäurewerte auf als der Portugieser. Die Dominaweine sind kräftige, füllige und farblich sehr intensive Rotweine.
Der Portugieser
Ist eine starkwüchsige Rebsorte, die viel Bodenfeuchtigkeit beansprucht. Er zeichnet sich durch Zuverlässigkeit im Ertag aus, wenn es keinen allzu strengen Frost gibt und ist auch sonst genügsam, was die Bodengüte angeht. Die Weine sind angenehm mild und säurearm.
Ist eine sehr fruchtbare Sorte mit sehr großen und farbintensiven Trauben. Es sind ca. 3% der gesamten Rebfläche an der Ahr mit dieser problemlosen Sorte bestockt. Sein Geschmack ähnelt den französischen Weinen, da er sich etwas gerbstoffbetont gibt.

